MUSIKVEREIN BECKUM E.V.
MUSIKVEREIN BECKUM E.V.

Musikalische Früherziehung

    Musik und Tanz für Kinder

    im Kindergarten St. Antonius Beckum

 

Seit November 2016 bietet der Musikverein Beckum im Kindergarten St. Antonius Beckum die Musikalische Früherziehung nach dem Konzept „Musik und Tanz für Kinder“ an. Einmal in der Woche kommt der „Musikater“ in den Kindergarten, um mit den Kindergartenkindern unter der Leitung von Diplom-Musikerin Gaby Hankel Spiele und Geschichten rund um das Thema Musik und Phantasiereisen in die Welt der Musik zu machen. Auch einfache Tänze und viel Bewegung zur Musik gehören mit dazu.

Die Musikalische Früherziehung ist gegliedert in mehrere Bereiche, die meist fließend ineinander übergehen:

 

 

Bewegung und Tanz

„Tüchertanz“  -  Die Bewegung der Tücher wird von den Kindern zur Musik koordiniert!

 

Bewegung ist für Kinder oft erst einmal das Bedürfnis, sich auszudrücken. Das Konzept „Musik und Tanz“ ist genau auf dieses Bedürfnis ausgerichtet. Die Kinder dürfen sich frei bewegen, dabei ihren Körper spüren, aber auch innehalten und in sich „hineinhören“. Der natürliche Bewegungsdrang, die Lust an der Aktivität und am eigenen Tun und das „Sich-Ausdrücken“ in der Körpersprache werden in den unterschiedlichen Themenbereichen gefördert.

Bilder, Erzählungen und aktuelle Erlebnisse regen die Bewegung in vielfältiger Weise an, z.B. das Darstellen von Figuren aus Liedern, Versen und Geschichten oder auch von Fantasie- und Naturgestalten (Wind, Bäume, Wasser).

Aus der freien Bewegung entstehen leichte gebundene Tanzformen. Dabei lernen die Kinder, sich selbst zu spüren, aber auch andere zu sehen und die eigene Bewegung mit der der anderen zu koordinieren.

 

 

Musiklehre im Kindergarten

„Mik Mak Mulinak“  -    Erlernen von einfachen Rhythmen anhand des Kinderheftes.

 

Die Inhalte der Musiklehre werden in der musikalischen Früherziehung erst einmal mit allen Sinnen erfahren, erprobt und geübt, bevor sie als Zeichen- und Regelsystem erfasst werden können.

Reime und Verse rund um die Spielthemen der Kinderbücher können als Rhythmen gemalt werden, z.B. als „Nussgeheimschrift“. Hier „schreiben“ die Kinder den Nussrhythmus genauso auf, wie er gesprochen und geklatscht wird.

Formen der Musik können als Schauspiel dargestellt  werden.  Ein „Besuch“ im „Schlossgarten des Königs“ (Orchestermusik in Rondoform) oder ein „Ausflug“ über eine „unebene Landschaft“ (Üben von Taktwechseln in der Bewegung) sind einige von vielen Beispielen.

 

 

Stimme, Sprache, Lautspiele

Mit Boomwhackers macht Singen und Sprechen noch mehr Spass!

 

Zu Beginn werden einfache Sprech- und Singübungen spielerisch erarbeitet. Ein Kennenlernlied ermöglicht den Kindern, ihre Stimme auch mal ganz anders klingen zu lassen. Mal singen wir begleitend zur Bewegung des „Musikaters“ leise schleichend, dann wieder schnell springend, über spitze Steine laufend, fröhlich laut, traurig mit sanfter Stimme…. Die Stimme wird somit bewusst von den Kindern als „Instrument“ eingesetzt und sie lernen, diese auch zu kontrollieren.

Über Stimmbildungsgeschichten, Silbensprechen und -singen wird die Stimme geschult. Die Kinder lernen wahrzunehmen, wie sich ein hoher oder tiefer, lauter oder leiser Ton anhören kann. Natürlich geschieht diese Wahrnehmung in spielerischer Form.

Bei der Liedarbeit gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Lieder müssen nicht immer „von vorn“ gesungen werden. Die Melodie eines Liedes kann auch nur gesummt, auf einer beliebigen Silbe oder auch nur „stumm“ gesungen werden.  Gesten und Handlungen helfen beim „Textmerken“. Der Rhythmus verfestigt sich durch Bewegungsgestaltung zur Melodie eines Liedes. Ein Lied kann durch die Veränderung der Stimme (fröhlich, traurig, lustig, wütend, lebendig, …) einen anderen Charakter bekommen. Die Kinder werden immer wieder animiert, auch einmal alleine zu singen. Ein Lied  kann von einem Kind zum anderen „wandern“. Einzelne Kinder stellen mit ihrer Stimme alleine eine „Rolle“ in einem szenischen Spiel dar.

 

 

Elementares Instrumentalspiel

Zu den elementaren Instrumenten zählen in erster Linie Instrumente des kleinen Schlagwerks, wie z.B. Handtrommeln, Klanghölzer, Becken, Holzblocktrommeln, Maracas, Triangeln, Cabasa,  Schellenkranz, Glöckchen, Fingercymbeln …

Des Weiteren werden in der musikalischen Früherziehung auch Stabspiele (Xylofon, Metallofon, Glockenspiel) und Klangbausteine eingesetzt. Dabei geht es in erster Linie um das Erfahren und Zuordnen der Klänge, aber auch das erste Üben der richtigen Schlägelhaltung gehört dazu.

Den Kindern bereitet das Spiel auf den elementaren Instrumenten sehr viel Spass, da diese ohne Vorübungen zum Klingen gebracht werden können. Spielerisch wird ein Übergang von der Grob- zur Feinmotorik geschaffen. In verschiedenen „Spielthemen“ können die Instrumente immer wieder anders eingesetzt werden und ermöglichen unterschiedliche musikalische Erfahrungen.

Auch Blas-, Streich- und Tasteninstrumente werden den Kindern in der musikalischen Früherziehung in einzelnen Stunden vorgestellt. Dabei geht es in erster Linie darum, die verschiedenen Klänge den unterschiedlichen Instrumenten zuzuordnen und evtl. schon Interesse für bestimmte Instrumente zu wecken. Das Erlernen eines Instrumentes erfolgt dann in der Regel im Grundschulalter.

 

 

Musik hören

„Horch doch mal, was klingt denn da?“  -   Entspannung für alle, nur die Ohren sind wach!

 

Musik hören wir den ganzen Tag immer wieder „nebenbei“, sei es die CD im Kinderzimmer, der Fernseher oder auch die „Musik-Berieselung“ beim Einkaufen.

Beim „Musik Hören“ in der musikalischen Früherziehung geht es um die bewusste Wahrnehmung von musikalischen Strukturen, rhythmischen Elementen und Melodieverläufen. Dies kann durch einen „Hörpunkt“ geschehen, bei dem die Kinder in einer Ruhephase ganz auf die Musik konzentriert sind. Aber auch in der Bewegung und Gestaltung wird das Hören von Musik in Bezug auf Instrumentalklänge, vertraute Melodieverläufe und  unterschiedliche Parameter (laut/leise; hoch/tief; schnell/langsam) geschult.

Das Gehörte wird dann gerne wiederholt von den Kindern aufgegriffen, indem sie einfache Rhythmen oder Tonfolgen sprechend, mit Klanggesten oder Instrumenten wiedergeben. Dadurch vertiefen sich die Eindrücke und es können auch komplexere instrumentale Gestaltungen erfolgen.

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